Darm

Der Darm ist Sitz von ca. 80 % unseres Immunsystems. Er steuert unsere Emotionen. Die Darmflora kann Depressionen oder sogar eine Makuladegeneration verursachen. Er wird neurologisch aus Nerven versorgt, die im Bereich der Lendenwirbelsäule liegen. Daher kann es bei einem kranken Darm zu Rückenschmerzen kommen. Ebenso kann er eine Beinlängendifferenz durch einen Beckenschiefstand verursachen und damit ebenfalls für Schmerzen im Becken oder im Bereich der Lendenwirbelsäule sorgen. Je nach Zustand des Darms, kann dieser Ursache für viele chronische Erkrankungen, Diabetes, Fettleibigkeit, metabolisches Syndrom, häufige Infekte…bis hin zum Krebs sein. Genauso können Kopfschmerzen/Migräne mit dem Darm zusammenhängen. Dies belegen zahlreiche Studien.
Medikamente wie beispielsweise Antibiotika, Fast Food, Umweltgifte, Pestizide, Spritzmittel oder falsche Ernährung… verändern die Darmflora. Dies kann dann zu Entzündungen bis hin zum Leaky Gut (Sickerdarm) führen. Dabei treten Stoffe durch den Darm „tight junctions“ in die Blutbahn, die dort nicht hingehören und daher das Immunsystem aktivieren. Dies ist dann in einer Dauerbereitschaft.
Beispielsweise kann es sein, dass die Aminosäure „Tryptophan“ (z.B. im Fleisch enthalten) nicht mehr ausreichend aufgenommen wird. Diese ist jedoch Ausgangsstoff für „Serotonin“ macht uns glücklich oder „Melatonin“ lässt uns schlafen. Durch einen Mangel an Serotonin können wir depressiv werden.
Das gibt genügend Anlass dem Darm besondere Aufmerksamkeit zu schenken.
Die Symptome sind vielseitig (Blähungen, Völlegefühl, Schmerzen um den Bauchnabel bzw. im unteren Bauchraum…) und um sicher zu gehen, sollte eine Stuhluntersuchung vorgenommen werden.
Wenn die Diagnose feststeht, kann gehandelt werden. Es werden über einen gewissen Zeitraum Mittel eingenommen. Diese können dafür sorgen, dass sich das Mikrobiom (Flora im Darm) wieder aufbaut, Entzündungen zurückgehen, Pilze beseitigt werden und der Darm wieder voll funktionsfähig wird.