Schulter- oder Nackenschmerzen

Nach meiner Erfahrung wird durch ein Schmerzmittel der Schulter- oder Nackenschmerz nur vorrübergehend Linderung geschaffen. Auch Operationen lösen nicht das Problem. Für mich hat sich gezeigt, dass erst die Behandlung der Ursache, die Häufigkeit beziehungsweise die Intensität der Schulterschmerzen positiv verändern oder ganz verschwinden lassen.

Lokalisation von Schulterschmerzen

Ich habe die Erfahrung gemacht, um den Schulterschmerzen auf den Grund zu gehen, folgendes abzuklären:

  • Besteht nur ein Ruheschmerz oder ein Schmerz bei Bewegung?
  • Ist der komplette Schultergürtel der rechten oder linken Seite betroffen?
  • Schmerzt nur der vordere, mittlere oder hintere Anteil der Schulter?
  • Bei welcher Bewegung (nach vorn, zur Seite, nach hinten oder beim Greifen nach oben in den Schrank?
  • Gibt es Ausweichbewegungen?
  • Können Sie als Frau noch den BH am Rücken schließen?

Ursachen der Schulter- oder Nackenschmerzen, die ich in meiner Praxis festgestellt habe:


Halswirbelsäule

Ist die Muskulatur der Halswirbelsäule verspannt, kann diese Nerven irritieren, die verantwortlich sind für die Versorgung von Armen- und Händen. Nach meiner Erfahrung ist das einer der Gründe, warum Schulter- und Nacken schmerzen.

Stürze oder sich wiederholende Tätigkeiten
Wenn Sie gestürzt sind, können Sie auf den Arm bzw. die Schulter gefallen sein. Sie können aber auch in Ihrem Beruf oder Hobby sich wiederholende Tätigkeiten ausüben.
Beides kann dazu führen, dass sich Triggerpunkte in den Muskeln und Faszien bilden. Triggerpunkte im Muskel sind vergleichbar mit sich bildenden Knoten in einem Seil. An diesen Stellen wird der Muskel nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt und dadurch schmerzhaft. Gleichzeitig ist es so, als wäre dieses Seil (Muskel) durch diese Knoten kürzer. Es entstehen Schmerzen an den Enden des Seils (im Gelenk).
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Behandlung dieser Triggerpunkte das Problem beseitigt.

Organe
Auch habe ich beobachtet, dass Spannungen einzelner Organe wie beispielsweise des Magens oder der Leber über die sich verbindenden Strukturen auf die Schultern übertragen werden und zu Beschwerden führen können.
So kann eine Entzündung, die Einnahme eines Protonenpumpenhemmers oder eine einfache Sensibilität des Magens zu veränderten Spannungen führen. Über die Verbindungen des Bindegewebes oder der Nerven können Probleme im Schulter- oder Nackenbereich entstehen.
  
Faszien und Wasser
Häufig habe ich Patienten, die aufgrund von Schmerzen zu mir kommen. Wenn diese bereits beim oberflächlichen Anfassen sagen, dass es schmerzt frage ich ausdrücklich nach dem Trinkverhalten. Hier hat sich gezeigt, dass ganz häufig einfach nicht ausreichend Wasser getrunken wird.
Wer hat nicht schon etwas von den „Faszien“ gehört. Sie zählen zu unserem Bindegewebe. Sie ummanteln Organe. Ebenso ummanteln und durchziehen sie alle Muskeln. Sie verbinden alles miteinander vom Kopf bis zum Fuß.
Dr. Guimberteau weiß als Handchirurg, dass die Erhaltung und Wiederherstellung der Gleitfähigkeit, die Kontrolle von Narbengewebe und das Leiten und Umleiten muskulärer Kräfte für reibungslose Bewegungsabläufe von grundlegender Bedeutung sind (Einleitung „Faszien“ von Jean-Claude Guimberteau und Colin Armstrong. In Filmaufnahmen der Operationen sind Faszien zu sehen. Die Faszien reagieren auf Zug und Druck. Sie organisieren sich sozusagen neu. Sie benötigen dafür Flüssigkeit, bestenfalls Wasser. Wir bestehen zu etwa 70 % aus Wasser. Wenn Sie zu wenig Trinken, dann kann das dazu führen, dass die Faszien verkleben. Im Rücken gibt es drei übereinander gelagerte Muskelschichten. Wenn diese verkleben, kann es zu Rückenschmerzen führen, weil die notwendige Beweglichkeit nicht mehr vorhanden ist.

Leiden Sie unter Schulter- oder Nackenschmerzen?

Bitte kontaktieren Sie mich und vereinbaren Sie einen Termin unter 0174/2006391 oder 06031/16969-14, damit ich Ihnen helfen kann.