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Arthrose und Psyche – wie hängt das zusammen?
Die Arthrose kann jedes Gelenk betreffen. Es ist eine degenerative Gelenkerkrankung. Sie tritt an Finger- , Daumensattel- , Knie- , Hüft- und den Zwischenwirbelgelenken auf. Dabei betrifft es alle Gelenksanteile, d. h. Knorpel, Knochen, Bänder, Menisken sowie die Gelenkkapsel.
Das alles kann sehr schmerzhaft und manchmal nur durch eine Operation behandelt werden.
Kummer, Sorgen, Ängste, Stress – Was haben sie mit Arthrose zu tun?
Wer kennt diese Redewendungen nicht:
Viele dieser Redewendungen gibt es schon sehr lange. Die Menschen haben schon früher geahnt, dass es Zusammenhänge zwischen körperlichem Leid und den Sorgen und Nöten oder Ängsten und Überlastung gibt.
Krankheiten haben Ursachen, dass war schon immer eine richtige Schlussfolgerung. Auch eine Arthrose hat psychische Ursachen. Der eine bekommt Rücken- oder Knieschmerzen und der andere Schulter- oder Hüftschmerzen.
Grundsätzlich ist Arthrose eine Ganzkörpererkrankung. Dennoch ist häufig das ein- oder andere Gelenk besonders betroffen.

Körper, Geist und Seele – alles spielt eine Rolle
Besonders bei der Arthrose ist dies wichtig. Meiner Erfahrung nach gibt es immer einen psychischen Anteil an der Entstehung von Arthrose. Dies kann bei dem Einen eine größere Rolle und bei dem anderen eine kleinere Rolle spielen. Wo fängt man an? Beginnt man besser bei den körperlichen Ursachen der Arthrose wie Mangelernährung, zu hoher Zuckerkonsum oder jahrelange Übersäuerung oder ist es besser, die psychischen Ursachen zu finden und diese abzustellen oder gar aufzulösen?
Bei der Arthrose körperlich oder psychisch beginnen?
Wo man anfängt, spielt eigentlich keine so große Rolle. Die Hauptsache ist, man fängt überhaupt an. Allerdings ist es die Königsdisziplin Körper, Geist und Seele parallel zu behandeln.
Wenn man die Ursachen und Zusammenhänge von Arthrose versteht, kann man selbst sehr viel tun, um gesünder zu werden. Das Gestern kann ich nicht ändern, wohl aber das Heute. Man kann sich fragen, ob es so wie es ist passt. Habe ich den richtigen Beruf oder überlege ich schon länger, mal etwas ganz anderes zu machen. Ist meine Partnerschaft so richtig oder gibt es Dinge, die ich eigentlich ansprechen müsste. Was hindert mich daran, etwas zu ändern? Habe ich Sorgen oder Existenzängste? Oder glaube ich, das ich in der Ausweglosen Situation verbleiben muss? Wenn ja, warum glaube ich es? Was hindert mich daran, etwas zu ändern. Sind in meinem Kopf Gedanken, die sich verselbständigen, sind sie realistisch?
Arthrose – was hat Stress damit zu tun
Stress heißt eigentlich übersetzt „Druck“. Vor tausenden von Jahren mussten wir vor dem Säbelzahntiger fliehen. Dazu schüttete die Nebenniere Cortisol aus, so dass wir flüchten konnten. Dieses Prinzip funktioniert noch immer genauso und zwar egal aus welchem Grund wir Stress haben.
Ist ein kurzfristiger Stress vorbei, erholen wir uns auch ganz schnell wieder.
Problematisch wird Stress als Dauerbelastung. Denn dadurch übersäuert der Körper. Da der richtige PH-Wert im Blut lebensnotwendig ist, werden sofort Gegenmaßnahmen eingeleitet. Die Säuren werden gepuffert durch Magnesium und Calcium. Die Säuren kristallisieren und werden in Gelenken, Muskeln und dem Bindegewebe (Faszien) eingelagert.
Dadurch verspannen, verkürzen und verkleben sich die Faszien, diese umwickeln alle Muskeln und Organe. Der Druck auf die Gelenke erhöht sich. Die Gelenke werden nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen versorgt und der Abtransport von verbrauchten Stoffen kommt ins Stocken.
Die Lösung: Den Stress beenden, die Säuren mit geeigneten Mitteln binden und aus Gewebe und Knorpel holen.
Das alles ist eine vereinfachte Erklärung, damit die Zusammenhänge einfacher zu verstehen sind.
Arthrose – Folge von Schock
Schock ist ein plötzliches extremes Erschrecken, das kurzzeitig das menschliche System in ein Super-Notprogramm umschaltet, bei dem es nur um Eines geht: Ums Überleben. Dazu schüttet die Nebenniere Adrenalin aus, was uns kurzzeitig übermenschliche Kräfte verleiht. Das ist der Grund dafür, dass schwerverletzte Menschen nach Unfällen mit gebrochenen Gliedmaßen und großen Wunden trotzdem noch gehen können und kaum bluten. Ein Schock kann tödlich enden, wenn die Adrenalin-Produktion nicht wieder eingefangen wird und Rettung kommt.
Schock als Reaktion auf schreckliche Nachrichten wie Tod oder schwere Krankheit eines geliebten Menschen, plötzlicher finanzieller Ruin, Kündigung aus heiterem Himmel und ähnlichem löst dieselbe Stressreaktion mit erhöhter Adrenalinausschüttung aus.
Arthrose als Folge eines Traumas
Ein Trauma ist nichts anderes als eine Wunde, eine Verletzung, die nie verarbeitet wird, weil sie so schlimm ist. Das kann sexueller Missbrauch sein, fehlende Vater- oder Mutterliebe, Mobbing in der Schule oder am Arbeitsplatz oder Existenzangst.
Traumen erzeugen Angst und Angst aktiviert das Kampf- und Fluchthormon Cortisol. Cortisol steigert Herzschlag- und Blutdruck. Blut und Zucker versorgen die Muskeln und werden aus den Verdauungsorganen abgezogen. Hört die Angst nicht auf, verkrampfen die Muskeln und der Körper übersäuert. Wieder kristallisiert die Säure und lagert sich in Gewebe, Muskulatur und Gelenke ein.
Stress, Schock und Trauma – die psychischen Ursachen der Übersäuerung
Wer körperlich sehr gesund ist kann mit Stress, Schock und Trauma umgehen und mit der Zeit die schreckliche Erfahrung als Erinnerung ohne Emotion ablegen. Ist der Stress zu übermächtig, der Schock zu tiefgreifend oder das Trauma besonders schlimm, legt er Schock, Trauma oder Stress in die Tiefen seines Unterbewusstseins ab. Wie eine Datei auf dem Computer speichert er die Daten ab. So bleibt ein Dauerstress aus dem Unterbewusstsein. Das kostet Kraft und führt zu dauerhafter Übersäuerung.
Besonders betroffen sind diejenigen Gelenke, die damit in Verbindung stehen. Also der Rücken für eine besonders schwere Last, die Kniee für eine Zeit, in der man die traumatische Situation nicht „durchstehen“ konnte. Die Hüften für jegliches Fehlen von Lebensfreude, die Schultern für die Last, die unerträglich war und so weiter.
Jedes Gelenk hat so seine ganz eigene Geschichte.
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